Terrasse gestalten: Vom Betonwürfel zur Wohlfühloase mit cleveren Schlafmöglichkeiten
Ein häufiges Problem, das ich in meiner eigenen Wohnung hatte, war der fehlende Stauraum für Bettwäsche. Ich besitze ein Bett mit integriertem Bettkasten, aber die Decken und Kissen quollen trotzdem überall heraus. Also habe ich ein großes Wandbild mit einem geometrischen Muster in Blau und Grau an die Wand gebracht, das den Blick fokussiert. Plötzlich war die Unordnung im Bettkasten nicht mehr das Erste, was ins Auge fiel. Das Wandbild fungierte wie ein visueller Anker. Zusätzlich habe ich einen schmalen Beistelltisch davor gestellt, auf dem eine Lampe steht. So wird der Raum strukturiert, ohne dass ich mich um das Aufräumen stressen muss. Die Wandbilder lenken die Aufmerksamkeit genau dorthin, wo sie sein soll.
Ein weiterer Tipp, der mir geholfen hat: die Gerätefronten anpassen. Statt neue Kühlschränke oder Geschirrspüler zu kaufen, habe ich meine vorhandenen Geräte mit passenden Fronten aus dem Baumarkt verkleidet. Das kostet nur einen Bruchteil und lässt die Küche wie aus einem Guss wirken. Ich habe dafür eine einfache MDF-Platte zuschneiden lassen und mit Magnethalterungen befestigt. Die Spüle habe ich gegen eine Edelstahl-Einbauspüle getauscht, die tiefer ist als die alte – endlich passen auch große Töpfe hinein. Die Armatur ist eine Mischbatterie mit ausziehbarem Brauseschlauch, was beim Abspülen von Salat oder Gemüse enorm praktisch ist. Jeder Handgriff sitzt jetzt genau da, wo ich ihn brauche.
Ich habe mich intensiv mit den verschiedenen Materialien auseinandergesetzt, denn in einer Küche geht es nicht nur um Optik, sondern um echte Belastbarkeit. Die Arbeitsplatte aus Eiche habe ich mit Hartöl behandelt, das ist wasserabweisend und fühlt sich warm an. Für die Rückwand habe ich mich für eine weiße Metrofliese entschieden, die ich selbst verlegt habe – ja, das war ein Wochenende voller Fliesenschneider und Fugenkreuzen, aber das Ergebnis ist so befriedigend. Die alten Oberschränke bekamen neue Türen aus MDF mit einer matten Lackierung in einem sanften Salbeigrün. Und ich habe die Griffe gegen lange Edelstahlgriffe ausgetauscht, die viel edler wirken. Die größte Herausforderung war der kleine Raum – nur 8 Quadratmeter. Deshalb habe ich auf eine große Insel verzichtet und stattdessen eine schmale Auszugplatte eingebaut, die ich bei Bedarf ausklappen kann.
Ein häufiger Fehler ist, zu viele metallische Oberflächen zu verwenden. Dann wirkt der Raum kalt und unpersönlich. Ich setze auf eine Mischung aus 60 Prozent Holz und 40 Prozent Metall. Das Holz bringt Wärme, das Metall Struktur. Meine Wandregale sind aus recycelten Palettenbrettern, die ich mit schwarzen Eisenwinkeln befestigt habe. Darauf stehen Pflanzen in Terrakotta-Töpfen, die den Raum beleben. Die Industrial-Einrichtung lebt von diesen Kontrasten. Sogar mein Kleiderschrank ist aus einem alten Industrie-Schrank umgebaut – mit Drahtgittertüren, durch die man die Kleidung sieht. Das spart mir einen Spiegel.
Ich habe gelernt, dass die Wahl des richtigen Wandbildes auch von der Nutzung des Raumes abhängt. Im Schlafzimmer wirken beruhigende Motive wie Nebel oder sanfte Wellen, während im Wohnzimmer kräftigere Farben wie Ocker oder Petrol erlaubt sind. Für mein Homeoffice habe ich ein Wandbild mit einer Stadtansicht gewählt, das mich an Reisen erinnert. Die Wirkung auf meine Produktivität war überraschend positiv. Und weil ich dort auch eine kleine Liege mit einer Matratze mit Memory-Schaum stehen habe, die ich für kurze Pausen nutze, passt das Wandbild perfekt zur entspannten Atmosphäre. Die Wandbilder sind wie ein Fenster in eine andere Welt, direkt in meiner Wohnung.
Für den Flur habe ich eine schmale Bank aus Eichenholz und Stahlrohren gebaut. Darunter passen drei Paar Schuhe, und darüber hängen Mäntel an Haken aus Sanitärrohren. Diese DIY-Lösungen sind typisch für den Stil. Man muss nicht viel Geld ausgeben, sondern kreativ sein. Die Industrial-Einrichtung erlaubt sogar Patina und Gebrauchsspuren – das macht den Charme aus. Wenn der Stahl ein wenig rostet, ist das kein Makel, sondern Charakter. Ich mag das Gefühl, dass jedes Möbelstück eine Geschichte erzählt.
Die richtige Platzierung eines Wandbildes kann auch helfen, bauliche Mängel zu kaschieren. In meiner Altbauwohnung gibt es eine schiefe Wand, die mir lange ein Dorn im Auge war. Ich habe ein vertikal ausgerichtetes Wandbild mit einem Waldmotiv angebracht, das die Asymmetrie optisch ausgleicht. Der Trick: Je größer das Bild, desto weniger fällt der schiefe Winkel auf. Dazu habe ich eine schmale Kommode mit einer Tischdecke darunter gestellt, die den Blick nach unten lenkt. So wird aus einem Makel ein Gestaltungselement. Wandbilder sind also nicht nur Dekoration, sondern auch Werkzeuge, um Räume zu korrigieren.
Ich rate euch dringend zu einem Bett mit Stauraum, zum Beispiel einem Bettkasten oder Schubladen unter der Liegefläche. Wer aber richtig Platz sparen will, für den ist ein Loftbett ideal, darunter passt der Schreibtisch oder ein kleines Sofa. In vielen Familien wird das Jugendzimmer einrichten zur Zerreißprobe, weil Teenager einerseits Privatsphäre brauchen, andererseits plötzlich Übernachtungsgäste haben. Da ist eine gut durchdachte Sitz- und Schlafkombination Gold wert. Eine Kanapee mit Schlaffunktion, die tagsüber als Couch dient und nachts zum Bett wird, spart enorm viel Raum. Achtet dabei auf die Qualität des Mechanismus – ein günstiger Klappmechanismus quietscht schnell und nervt nach dem dritten Mal.